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PM der AOK Hessen zu Fehlerkultur und positive Einflussnahme seitens der Patienten

Welttag der Patientensicherheit am 17. September 2018

DURCH MITDENKEN und FRAGEN FEHLER VERMEIDEN 

AOK Hessen zu Patientensicherheit im Gesundheitswesen

Bad Homburg. Die moderne Medizin wird immer komplexer und hochtechnisierter. Wenn etwas schief läuft, kann es sich um eine Verkettung kritischer Faktoren handeln. Zwar sind Fehler menschlich, sollten aber im medizinischen Bereich nicht vorkommen. Viele Fehler wären auch vermeidbar, wenn auf bestimmte Dinge im Vorfeld geachtet würde. Können Patienten dazu beitragen, dass weniger Fehler passieren? Die AOK Hessen meint: Ja – eine ganze Menge!

Für die Patientensicherheit sind in erster Linie die Profis verantwortlich. Operations-Checklisten kommen zum Einsatz, es gibt Maßnahmen zur Händedesinfektion, Risikomanagement und Fehlermeldesysteme im Krankenhaus. Sich auf das medizinische Versorgungssystem vollständig verlassen im Glauben, es werde bestimmt alles glimpflich oder gar bestmöglich ausgehen, wäre jedoch zu kurz gedacht. „Die Versorgungsqualität in Deutschland ist zweifelsohne gut. Patienten sollten trotzdem aufmerksam sein, ihre Diagnose und den Sinn ihrer Therapie verstehen, im besten Falle sogar zu einem Experten ihres speziellen Krankheitsbildes werden“, meint Susanne Strombach, Patientenkoordinatorin der AOK Hessen.

Buch führen hilft

Zwar würden Patienten immer Laien bleiben, doch funktioniert die Aufklärung über Therapie-Optionen durch die Ärztin besser, wenn grundlegende Begriffe oder sogar Wirkungsweisen von eingenommenen Arzneimitteln bekannt sind. So sollte man seine behandelnden Mediziner sowohl über Medikamentenallergien und -unverträglichkeiten informieren und darüber hinaus über alles, was täglich sonst noch eingenommen wird. Schließlich können sich Arzneimittel gegenseitig beeinflussen. Sinnvoll ist es regelrecht über seine Krankheit „Buch zu führen“, alles Wichtige in einem Heft notieren, damit auch nichts vergessen wird. Für die eingenommenen Medikamente gibt es einen Medikationsplan, den jeder Arzt ausstellen muss, wenn der Patient dies wünscht. Bei jedem Praxis- oder Klinikbesuch sollte man beides dabei haben.

Souveräner werden

Das Grundprinzip sollte sein: So viele Fragen stellen wie möglich, um ein klareres Bild zu erlangen. „Damit ist vor allem Nachhaken gemeint, wenn etwas nicht verstanden wurde. Viele ältere Patienten haben da zuweilen noch Hemmungen, die völlig unbegründet sind“, so Strombach. Jeder Patient und jede Patientin sollte sich genügend Zeit nehmen, die jeweils nächsten Schritte zu planen und zu überdenken. Ist dieser Eingriff wirklich notwendig? Benötige ich eine Zweitmeinung? Welches Krankenhaus ist das Richtige für mich? Gibt es therapeutische Alternativen, die ich ansprechen könnte? „Mehr zu wissen bedeutet, souveräner zu werden und auch entsprechend aufzutreten“, sagt Strombach. Das kann im Einzelfall auch die Patientensicherheit erhöhen.

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